Mittwoch, 23. März 2016

Kommt ein Vogel geflogen... ♫ ♫♪ ♫♪ ♪

Vor einigen Tagen wurde mir eine Sendung über Easterfly-Airlines angekündigt, die heute tatsächlich eintraf.
Trotz zaghafter Vorwarnung von Seiten der Absenderin, dass es sich dabei um eine schöne Überraschung fürs Vögelchen und mich handeln würde, kamen wir vorhin aus dem Stauen gar nicht mehr heraus.
So etwas unfassbar Niedliches hab ich wohl noch nie von jemandem bekommen!
Aber der Reihe nach...
Ich hab mir das Päckchen erst mal von allen Seiten genau angesehen (und vorsichtshalber auch dran gelauscht)
dann hab ich den Eingang gesucht - war aber keiner da
also haben wir uns von der Seite aus Zugang verschafft
und plötzlich... ist das etwa ein Schnabel??
Tatsächlich, oh mein goooottt, wer ist denn das!?!?
Was sagst du? Du bist nicht allein??
Hallo? Ist da noch jemand?
Ist das nicht ein kleines bisschen unbequem hier? Komm doch mal raus!
Huhu! Herzlich Willkommen bei uns!


Wie ihr seht, bin ich überglücklich und freue mich wahnsinnig über die tolle neue Gesellschaft!

Und jetzt schaut doch mal, mit wie viel Liebe zum Detail diese beiden süßen Gesellen entstanden sind:



Ihr seht mich vollkommen sprachlos, und grenzenlos begeistert!!
Ach komm, ein Gruppenfoto geht noch:
VIELEN LIEBEN DANK AN DAS ROTZLÖFFELCHEN FÜR DIESE SAGENHAFT TOLLE OSTERÜBERRASCHUNG! DU HAST MIR EINE RIESENGROSSE FREUDE GEMACHT!

Sonntag, 20. März 2016

Fahren Sie fort

Ein Schlussakkord, der eigentlich gar nicht als Cliffhanger gedacht war, fordert nun seinen Tribut. Wie war das also mit der Fahrerflucht? An welchen haarsträubenden Geschichten war die Vogelfrau nun wieder beteiligt?
Alles ganz harmlos und vollkommen unspektakulär:
Ich fuhr mit meinem Schlitten durch die Gegend
um die Wartezeit für die Dauer von zwei Schwimmkursen zu überbrücken.
Als ich nach einem kurzen Stop auf den Parkplatz zurückkehrte, hörte ich direkt neben mir ein lautes Krachen. Beim Aufblicken bemerkte ich, dass ein Wagen beim Zurücksetzen ein parkendes Fahrzeug gerammt hatte. Ich sah die Frau hinterm Steuer an, verzog das Gesicht zum Zeichen meines Mitgefühls und machte mich darauf gefasst, dass sie gleich fluchend und Haare raufend aus dem Auto steigen würde. Sie fuhr ein Stück vor, um (so dachte ich) den Platz für andere durchfahrende Autos freizuräumen. Aber dann gab sie plötzlich richtig Gas und war in Null-Komma-Nix aus meinem Blickfeld verschwunden.
Zum Glück hatte ich mir gerade noch das Kennzeichen merken und auf die Hand schreiben können. Ich hinterließ auf der Rückseite eines alten Einkaufszettels, den ich in meinem Auto ausgrub, eine Nachricht am anderen Wagen, dass sich hinten links ein Schaden befände, dazu das Kennzeichen des Verursachers und meine Telefonnummer.
Eine halbe Stunde später rief mich mein Mann einigermaßen irritiert auf dem Handy an - er habe einen mysteriösen Anruf bekommen, von einem Mann der irgendwo auf einem Parkplatz stehen würde und meine Telefonnummer habe - - da wüsste ich ja schon gern, was er im ersten Moment gedacht hat... :o)

Der Mann hatte sich nur bedanken wollen und meinte noch, der Schaden sei relativ gering, was aber das Wegfahren der Frau nicht weniger schlimm mache. Ich hielt die Angelegenheit für erledigt und dachte nicht länger darüber nach.

Bis ich am Wochenende im Urlaub eine Mitteilung auf dem Handy bekam. Ein verpasster Anruf - wie gesagt, ich hatte kein Netz - mit einer mir unbekannten Nummer. Von einem anderen Handy aus rief ich zurück und es meldete sich die Polizei. Wir kauten gemeinsam einen ganzen Fragenkatalog durch, zwischendurch setzte er mich beinah unter Hypnose, damit ich mich besser an Einzelheiten erinnern konnte. Zur Beschreibung der Fahrerin hätte das nie im Leben beitragen können, denn ich bin leider vollkommen gesichtsblind und kann in einer Menschenmenge gerade mal meine eigenen Kinder erkennen (also, falls sich keine ähnlich aussehenden Menschen da aufhalten).

Nachdem ich die Angelegenheit ein weiteres Mal abgehakt hatte und für erledigt hielt, bekam ich mit der Post einen dicken Umschlag.
Nun also das ganze Spielchen noch einmal schriftlich - da hat sich Miss Marple ja was schönes eingebrockt...

Montag, 7. März 2016

ich bin dann mal Insel

So allmählich beginne ich mich zu fragen, ob ihr wohl auch alle unterwegs seid in der großen weiten Welt, und es bald auf euren Seiten jede Menge schöner Bilder aus fernen Ländern und fremden Kulturen zu bewundern gibt. Es ist ja verdammt still geworden in unserer Gemeinde, wie bereits mehrfach registriert und kundgetan wurde.
Ich habe mich am vergangenen Wochenende mal wieder an der Küste herumgetrieben. Mein Göttergatte hatte mich (bzw. uns) zu meinem Wiegenfeste mit einer kleinen Reise bedacht, und letzten Freitag war es dann soweit.
Die Ostsee empfing uns ungewohnt ruhig, mit sonnigem Blick und strahlend blauem Himmel:

Am liebsten hätte ich gleich eine Runde auf dem Wasser gedreht
so wie dieser einsame Angler in der Ferne

Allerdings zog es mich dann doch wieder in die Höhen, zu den Wipfeln der Bäume
Dort oben musste ich mich verdammt gut festhalten und meine Federn sind ganz schön zerzaust worden

Danach gabs am Strand eine kleine Stärkung
und dank des Lagerfeuers konnte man es dort bis in die Abendstunden aushalten
...um dann nahtlos zu einem gemütlichen Dinner überzugehen...

Die Leute mit dem versteckten Lama haben zudem dafür gesorgt, dass der Kurzurlaub noch erholsamer wurde als geplant, indem sie nämlich mein Handynetz vollständig gekappt haben.
Auf Rügen ist man über oh-tu nicht zu erreichen - mir solls recht sein.
Nur die Polizei musste sich aus diesem Grund ein wenig gedulden, da ich ihnen für eine Zeugenaussage wegen Fahrerflucht nun erst heute wieder zur Verfügung stehe.
Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte...

Donnerstag, 11. Februar 2016

Alle Klarheiten beseitigt

Reden hilft - ist ja eine weit verbreitete Ansicht, und normalerweise würde ich zustimmen. Bevor ich kilometerweit Missverständnisse mit mir herumschleppe, von falschen Voraussetzungen ausgehe oder mich beleidigt zurückziehe weil ich etwas in den falschen Hals bekommen habe, sollte ich den vermeintlich dafür Verantwortlichen lieber zur Rede stellen.
Manchmal ist man hinterher aber genauso schlau wie vorher, oder man merkt, dass der andere keineswegs dazu bereit ist, einem zu helfen, auch wenn man ihn darum bittet.

In unserem Betrieb ist es zur festen Institution geworden, dass der Chef mit jedem seiner Mitarbeiter alle paar Monate ein Gespräch führt. Beide Seiten können dann Dinge vorbringen, die ihnen nicht passen, die sie für verbesserungswürdig halten, die gut oder eben ganz besonders schlecht gelaufen sind. Wobei man ja eher dazu neigt, die Negativa gedanklich anzusammeln und insofern mit einem expliziten Lob von Seiten des Chefs besser gar nicht erst gerechnet werden sollte.

In meinem jüngsten Vier-Augen-Meeting habe ich erneut die Missstände zur Sprache gebracht, die sich durch die - oder zumindest seit der - Neueinstellung einer weiteren Mitarbeiterin im Büro ergeben haben. Klare Absprachen werden grundsätzlich nicht getroffen, unsere Aufgabenbereiche sind nicht mal grob abgegrenzt, sie redet zwar viel Privates, vergisst aber mich über Vorgänge und Änderungen zu informieren, die ich für meinen Arbeitsablauf benötige. Zudem ist sie nicht in der Lage, ihre Fehler einzugestehen, sondern macht grundsätzlich einen Eingriff aus dem Universum dafür verantwortlich. Dass ich sie persönlich aufgrund ihrer aufdringlichen, neugierigen, plumpen, dummdreisten und nervigen Art nicht leiden kann, steht dabei auf einem vollkommen anderen Blatt, als die Tatsache dass ich mich quasi täglich über irgendeinen von ihr verzapften Mist aufrege.

Nun weiß ich, dass das alles MEINE Schuld ist, dass meine Abneigung ihr gegenüber in der Luft liegt und es mein eigenes Verschulden ist, dass wir nicht zusammen arbeiten können. Sprich: Sie geht mir auf den Sack weil ich es nicht tolerieren kann, dass sie meine Arbeit torpediert und mir Fehler unterschiebt die ich nicht gemacht habe. Okay, weiss ich das jetzt auch.

Außerdem habe ich es gewagt, meinem Vorgesetzten anzuvertrauen, dass das EDV-Problem das wir seit Monaten mit einer Software vor uns herschieben, für mich aufgrund meiner mangelnden Fachkenntnis nicht alleine lösbar ist. Ich habe ihn um Unterstützung gebeten, weil ich mir vollkommen unsicher bin und auch nur äußerst ungern die komplette EDV lahmlegen würde, indem ich irgend eine Lizenz vertausche oder eine Programminstallation versaue.
Seit meinem Gespräch bin ich mir darüber im Klaren, dass es durchaus in meinen Aufgaben- (wenn auch nicht Kompetenz-) bereich fällt und auch ruhig lange dauernd darf. Ein Experte wird dafür nicht extra bemüht werden, es sei ja schließlich mein Programm und da müsse ich schon sehen wie ich das zum Laufen kriege. Ich bin direkt gerührt von so viel Unterstützung und Rückenstärkung. Hätte ich gar nicht erwartet.

Zum Drüberstreuen wurde ich dann noch davon in Kenntnis gesetzt, dass ich mich permanent nur lautstark über alles mögliche aufregen würde und das zukünftig zu unterlassen hätte. Einen Fehler des Steuerbüros, der mir bei der Kontrolle der Lohnabrechnungen ebenfalls durchgerutscht war, muss ich zudem auf meine Kappe nehmen.

Am allermeisten ärgert es mich, dass ich meiner Meinung nach immer sehr gewissenhaft arbeite und trotz der Fehler die auch ich selbstverständlich begehe, eigentlich immer alles noch rechtzeitig wieder ins Lot bringe. Meinen permanent anwachsenden Aufgabenbereich habe ich trotzdem immer absolvieren können, und nun wird mir der einzige weit und breit sichtbare Fehler zugeschrieben. Das ist alles. Anscheinend habe ich in den letzten sieben Jahren rein gar nichts richtig und gut gemacht. Im Gegenteil, mein Kollege kann mir keine Aufgaben mehr übertragen für die er überqualifiziert ist, weil ich keine Zeit mehr dafür übrig habe. Ich sag jetzt mal nicht für was ICH alles überqualifiziert bin - und es trotzdem täglich mache. Vor allem bin ich für meinen Hungerlohn überqualifiziert, aber das sehen Chefs ja generell etwas anders.

Nun stehe ich mal wieder vor einer Weggabelung und weiß nicht ob ich abbiegen soll. Den Weg, den ich gehen möchte, gibt es eigentlich noch gar nicht, denn ich habe ja keine wirkliche Alternative in Aussicht. Ich merke dass es Zeit ist zu gehen, sich von dem Bestehenden zu trennen, aber das dürfte nicht leicht sein. Ich bin in diesen Betrieb hineingewachsen, habe die Vergrößerung miterlebt und fühle mich auch unter meinen Kollegen (bis auf diese eine oben erwähnte) sehr wohl. Ich habe keine Ahnung was für einen Job ich mir suchen soll und wer mich überhaupt noch nehmen würde. Am liebsten würde ich mich einfach irgendwo ans Fließband stellen und was komplett Stupides machen, dem ich nach Feierabend den Rücken kehren kann, weil ein anderer an meiner Stelle weitermacht. Ich hab mir jahrelang beide Beine ausgerissen um alles anständig, sorgfältig und vernünftig zu machen, und nun sieht es so aus als hätte das niemand gemerkt, oder als sei es nichts wert. Fühlt sich grad echt richtig scheiße an, für so austauschbar gehalten zu werden...

Freitag, 6. November 2015

in die Luft gegangen

Auch wenn hier jeder mitlesen kann, schreibe ich viele Beiträge in erster Linie für mich selbst. Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen, während ich sie in Worte fasse. Ich lade sie hier ab und muss sie nicht mehr festhalten.
Aber es gibt natürlich auch viele Einträge, die ich hier einstelle, um mich mitzuteilen oder weil ich euch gerne an etwas teilhaben lassen möchte. So wie der folgende Post:

Das Vögelchen war nämlich mal wieder in der großen weiten Welt unterwegs, diesmal mit der kompletten Vogelfamilie, also dem Vogelmann und den beiden Vogelkindern, oder besser gesagt Vogelteenies.

Zwar bin ich auch selbst des Fliegens mächtig, aber für die weite Reise habe ich mir dann aus Gründen der erhöhten Bequemlichkeit doch motorisierte Unterstützung erbeten:
 Mein Revier musste ich mir dann allerdings mit diversen anderen Bewohnern teilen...
Ob die auch diese seltsamen Spuren hinterlassen haben...?

Ich war lieber nicht im Wasser - ich fürchte, mein Federkleid ist nicht wasserfest

Aber die Aussicht konnte ich auch so genießen!

... und das Essen ebenfalls
 Obwohl es hier wohl nichts mehr gibt
Mit dem Auto unterwegs...
 auf schmaler Straße immer am Abhang entlang...
Auch hier viele schöne Aussichten in alle Richtungen

 Einsame Badebuchten...
 Tisch mit Aussicht
Mein neuer Freund - könnt ihr mich sehen?



An einem kleinen Hafen...

und zuletzt hab ich noch meine Spuren hinterlassen...

Ein wunderschöner, sehr erholsamer Urlaub, der die Akkus wieder aufgefüllt und viel Klarheit in meinen Kopf gebracht hat.



Und beim nächsten Mal werd ich wohl mal wieder ohne Anhang herumfliegen...

Montag, 14. September 2015

nord-nord-süd

Manche Dinge plant man lange im voraus, hat dann ausgiebig Zeit sich darauf zu freuen und wird am Ende dennoch überrumpelt, weils plötzlich so weit ist.
Am vergangenen Wochenende habe ich mich ein weiteres Mal mit meinen beiden Blogfreundinnen getroffen - diesmal, um den Norden unsicher zu machen. Die Sturmtänzerin hatte - entgegen ihrer großspurigen Ankündigung - doch kein Streifenoutfit im Gepäck, so dass wir besonders aufpassen mussten, um nicht hinter schwedischen Gardinen zu landen. Obwohl die wahrscheinlich besser am Fenster gehalten hätten... aber das ist noch ne andere Geschichte.





Trotz meiner kurzen Anreise hatte ich wieder einmal das Gefühl, etwas wichtiges vergessen zu haben. Diesmal hat es sich allerdings bewahrheitet - ich hab mich selbst zu Hause liegen lassen. Also den Stoffblockvogel. Ich weiß, das ist unentschuldbar, keine Ahnung wie das passieren konnte.





Aber ansonsten hatte ich alles im Gepäck, was ich brauchte. Kein Kunststück, das war ja auch nicht besonders viel, denn wir hatten sozusagen eine all-inclusive-Unterkunft bei Felina gebucht, incl. Sternekoch. Da kann man nicht meckern!








Unser Ausflug inne Stadt ließ den Besuch aus dem Süden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, hatten wir uns doch besondere Mühe gegeben bei der Auswahl der Statisten, die das Straßenpublikum recht überzeugend spielten.






Das nächste Mal wollen wir der lieben Sturmtänzerin aber die Strapazen der Bahnfahrt ersparen - und selbst mal wieder ein paar neue Eindrücke sammeln...



... obwohl unsere schöne Stadt natürlich immer wieder eine kleine Reise wert ist!